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Schlafsack

Bei der Wahl eines Schlafsacks stellt sich immer die Frage: Kunstfaser oder Daune? Da wir viel Wert auf ein dichtes Zelt legen, haben wir uns für Daune entschieden. Für nur etwa ein Kilogramm Gewicht bekommt man hervorragende Wärme gespendet. Wenn man nicht richtig schläft, weil man nachts zum Beispiel friert, macht die schönste Radreise keinen Spaß.

Ei oder Mumie?

Heiko braucht beim Schlafen mehr Platz und liegt oft wie ein Fragezeichen. Deshalb hat er sich 1993 nach seiner Tour zum Nordkap bei AFT Berlin (vor vielen Jahren von Globetrotter übernommen) einen Daunenschlafsack in Eiform von Western Mountaineering besorgt, das Modell hieß damals Ultralight. Den Schlafsack hat er immer noch. Im Jahr 2009 wurde der Schlafsack bei der Firma Outdoor Service Team für 75 Euro gereinigt, und es wurden fehlende Daunen aufgefüllt. Im Jahr 2010 hat sich das auf der Radtour am Elsterradweg schon bezahlt gemacht, in den Nächten fiel das Thermometer bis zum Gefrierpunkt.
Der Ultralight ist nicht mehr zu bekommen, es gibt aber andere Schlafsäcke in Eiform von Western Mountaineering, Sequoia MF und Terralite.
Der Vorteil der Eiform ist außerdem, daß der Schlafsack aufgrund seiner Größe prima als Decke verwendet werden kann, beispielsweise um in kalten Nächten die neben einem schlafenden Kinder nochmal mit zuzudecken.

Wer beim Schlafen nicht so viel Platz braucht, ist mit einem klassischen Mumienschlafsack gut bedient.

Claudia hat sich vor vielen Jahren einen Western Mountaineering Apache MF gekauft.
Jannis hat einen kurzen Western Mountaineering Highlite im Einsatz.
Beide Schlafsäcke wiegen deutlich weniger als ein Kilogramm und haben ein Packvolumen von etwa sechs Litern.

Daune oder Kunstfaser?

Die Vorteile von Kunstfaserschlafsäcken sind: halber Preis und relative Unempfindlichkeit gegen Feuchtigkeit. Der Nachteile sind: doppeltes Packvolumen, doppeltes Gewicht, jedenfalls so in etwa.

Wir bekommen in eine Vordertasche (10 Liter Volumen) eine fünf Zentimeter dicke Therm-a-Rest Trail Pro Isomatte und einen Erwachsenenschlafsack hinein. Tatsächlich spielt das Gewicht bei einer Radreise mit Kindern keine Rolle, wir hatten immer nur zu wenig Platz in den Taschen. Und der Kauf von Daunenschlafsäcken hilft an dieser Stelle enorm, in zwei Vordertaschen sind die beiden Erwachsenenbetten verstaut.

Wir wissen, daß diese Daunenschlafsäcke ziemlich teuer sind. Unsere Erfahrung mit günstigen Daunenschlafsäcken (Me°ru', Black Bear) ist, daß sie zwar nur um die 150 Euro kosten, sie aber nicht so gut wärmen wie die teuren Schlafsäcke, und nach wenigen Jahren (in unserem Fall drei) die Daunen kein Volumen mehr gebildet haben, damit ist der Schlafsack nicht mehr zu gebrauchen.

Und die Kinder?

Auch für die Kinder haben wir uns für Daune entschieden. Der Hersteller unserer Wahl ist Yeti. Für die kleinen Wichte haben wir von Familie Märker aus Jena kleine Schlafsäcke mit Ärmel empfohlen bekommen, die eigentlich als Sitzsack in Karre oder Anhänger gedacht waren. Leider leider werden die aber nicht mehr hergestellt. Der kleine der beiden geht etwa für die ersten anderthalb Lebensjahre, der größere bis etwa drei Lebensjahre. Der Preis von rund 50 Euro ist absolut fair und das Packvolumen etwas mehr als eine große Männerfaust.

Als die Kinder größer waren, hatten wir einen Kinderschlafsack von Ajungilak, Kunstfaser allerdings, der wog so viel wie zwei Erwachsenenschlafsäcke, entsprechend groß war das Packpaß. Wenn die Kinder nachts keine Windeln mehr tragen, kann es sinnvoll sein, dann keinen Daunenschlafsack zu verwenden, sondern eben einen aus Kunstfaser ...

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