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5. Abschnitt: Kristiansand – Kragerø

Die norwegische Südküste ist gekennzeichnet von weißen Fischerdörfern, der Schärenküste, die kleinen Orte vor Wind und Wetter schützt und von bewaldetem Hinterland, durch das der Nordseeküstenradweg (NSCR) oft verläuft. Die Berge sind zwar nicht so steil, dennoch haben wir hier die meisten Höhenmeter gefahren.

Inhaltsverzeichnis

  1. Karte
  2. Eckdaten
  3. So war's
  4. Bildergalerie

Karte

Eckdaten

Tage: 7
Kilometer: 221
Höhenmeter: 3.125

Kristiansand – Birkeland – Lillesand – Grimstad – Arendal – Tvedestand – Risør – Kragerø

So war's

Man schaut auf die Karte und denkt sich, warum muß man eigentlich diesen großen Umweg über Birkeland fahren? Macht man sich auf den Weg, erfährt man, warum. Zwischen Kristiansand und Birkeland fährt man immer im Tal des Tovdalselva entlang. Er ist der längste Fluß in Norwegens Süden und mäandriert ganz wundernett in seinem Tal.

Der „Rückweg“ zur Küste führt (nach einem kleinen Berg) im Tal des Moelva entlang. Nicht weniger hübsch schlängelt man sich ganz sanft abwärts. Parallel zur Straße führte früher eine Eisenbahnlinie, die Flaksvannsbane von Lillesand nach Birkeland, auf ihr wurde zwischen 1896 und 1953 hauptsächlich Holz aus dem Inland zur Küste transportiert. Anfang und Ende sind nicht ausgeschildert, so daß wir hier auch keine weiteren Informationen dazu geben können. Das Stück, das wir gesehen haben, eignet sich jedoch prinzipiell auch zum Radfahren.

Der pittoreske Hafen von Lillesand bei allerbestem Sonnenschein.

Der pittoreske Hafen von Lillesand bei allerbestem Sonnenschein.

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Zwischen Lillesand und Grimstad befindet sich eines der drei beschwerlichsten Teilstücke des Nordseeküstenradwegs. Steigungen jenseits der 20 % und sandige Wege bleiben im Gedächtnis. Aber auch: Einsamkeit, Ruhe und der nächtliche Elch.

Grimstad hat uns sehr gefallen. Die Stadt ist nicht so klein wie die anderen Orte. Hier gibt es auch Nicht-Souvenier-Geschäfte. Es gibt einen wunderschönen Hafen und eine prima Fischräucherei. Frischer gehts nicht.

In Arendal hat man uns die Kirche vor der Nase zugesperrt.

Enttäuschend war für uns Risør. Eigentlich ein entzückender kleiner Ort, ganz idyllisch auf einer kleinen Halbinsel gelegen, schöne weiße Häuser, reger Betrieb und großer Hafen. Von hier fährt die Fähre nach Øysang, also normalerweise – in der Woche, in der wir Risør besuchten, fuhr sie gerade nicht (Mitte August). Zwei ältere Herren betreiben die kleine Personenfähre und machen regelmäßig im August eine Woche dicht. Radfahrer sollen dann 35 Kilometer Umweg fahren an Hauptstraßen ohne Radweg. Die Dame in der Tourist Information meinte, wir wären auch nicht die ersten, die sich darüber beschwerten, aber machen könne sie da nichts. Sie wüßte auch niemanden mit einem Boot, der uns da fix rüberfahren könnte. (Im Hafen liegen über 200 Boote!)
Heiko wollte sich damit nicht abfinden und hat bei der Besatzung des Seenotrettungskreuzers nachgefragt, ob die nicht jemanden kennen würden, immerhin arbeiten sie im Hafen ... – und innerhalb von fünf Minuten hatten wir für den Abend eine Zusage für die Überfahrt.

Da die Fähre von Risør nach Øysang also nicht fährt, haben wir auf eigene Faust jemanden gefunden, der uns mit seinem Taxiboot gefahren hat. Der Name dieses Helden ist uns leider entfallen, nicht seine Telefonnummer. Für den Fall, daß ihr hier auch mal steht: 4793028164.

Da die Fähre von Risør nach Øysang also nicht fährt, haben wir auf eigene Faust jemanden gefunden, der uns mit seinem Taxiboot gefahren hat. Der Name dieses Helden ist uns leider entfallen, nicht seine Telefonnummer. Für den Fall, daß ihr hier auch mal steht: 4793028164.

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Der weitere Weg nach Kragerø über die gleichnamige Halbinsel verläuft durch ausgedehnte Wälder bei kaum Verkehr. Im Höhenprofil sieht dieses Stück wie eine Flachetappe aus.

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