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3. Abschnitt: Ostseeküstenradweg Rowy – Łeba

Zwischen den Küstenorten Rowy (Rowe) und Łeba (Leba) liegt der 1977 gegründete Słowiński Park Narodowy (Slowinzischer Nationalpark), der eine Ost-West-Ausdehnung von etwa 35 Kilometern hat. Der Ostseeküstenradweg verläuft zwischen Rowy und Łeba fast komplett innerhalb der Parkgrenzen ausschließlich auf unbefestigten Wegen. Absolute Ruhe ist hier garantiert.

Karte

Eckdaten

Tage: 2
Kilometer: 60
Höhenmeter: 450

Rowy (Rowe) – Słowiński Park Narodowy (Slowinzischer Nationalpark) – Łeba (Leba)

Słowiński Park Narodowy (Slowinzischer Nationalpark)

Das Gebiet des Słowiński Park Narodowy zwischen Rowy und Łeba ist nicht bewohnt. Da der Nationalpark auch die Küstenlinie umfaßt, kann man am Strand etwa 35 Kilometer ganz in Ruhe wandern, ohne von allzu vielen anderen Touristen belästigt zu werden. Im Hinterland des Parks befinden sich nur eine Handvoll kleinerer Ortschaften, nicht mehr als kleine Häuseransammlungen. (Auto-)Fahrwege zur Küste gibt es nicht.

Der Ostseeküstenradweg im Slowinzischen Nationalpark

Wir stehen früh auf und fahren um halb neun los. Wir haben nicht für die gesamte Strecke heute Kartenmaterial, deshalb ist nicht klar, wie weit die Etappe wird. Sicher ist nur: wir werden viel Sand und schlechte Wegstrecke haben, denn es geht durch den Słowiński Park Narodowy.

In West-Ost-Richtung beginnt der Nationalpark einhundert Meter hinter Rowy. Der Eintritt ist nicht kostenlos. Vielleicht ist das der Grund, warum wir hier im westlichen Teil des Parks nur einem halben Dutzend Radfahrern und Wanderern begegnen. Die Wege sind nicht so sandig, wie wir befürchtet hatten. Aufgrund des vielen Regens gibt es viel Matsch und Schlamm. Die Einsamkeit und Schönheit der Natur allerdings wiegt das hundertfach auf. Einzig die Mücken sind ein echter Grund, hier nicht wieder herzukommen. Unser Mückenmittel von dm geht leider (schon) zur Neige.

Unbefestigter, aber gut befahrbarer Weg auf dem Ostseeküstenradweg im Slowinzischen Nationalpark in Polen

Unbefestigter, aber gut befahrbarer Weg auf dem Ostseeküstenradweg im Slowinzischen Nationalpark in Polen

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Südlich des Weges blitzt der Jezioro Gardno (Garder See), Pommerns zweitgrößter Strandsee, durch die Bäume. Es gibt im Prinzip nur diesen einen Weg. Zwei Kilometer hinter Rowy zweigt zur Küste ein schnurgerader Weg ab, an der Ecke steht eine Bank. Hier treffen wir das letzte Mal Radfahrer. Weiter dringen sie nicht in den Nationalpark vor. Wir fahren weiter, denn wir wollen noch in das Slowinzische Museum in Kluki (Klucken). Außerdem lädt das Wetter nicht zum Verweilen ein. Und die Mücken auch nicht. Die Oberfläche des Weges wird von vielen Wurzeln gebildet. Wie soll man hier nur mit einem ungefederten Rad fahren?

Am Ende des Jezioro Gardno befindet sich eine Weggabelung. Der Ostseeküstenradweg führt rechts ins Hinterland nach Smołdzino (Schmolsin) zum Nationalparkmuseum. Da auf unserem Programm für heute bereits ein anderes Museum steht, wählen wir den kürzeren Weg direkt Richtung Kluki. Die kurze Pause fällt aufgrund der Mückeninvasion noch kürzer aus. Wir fahren überwiegend auf prima befahrbaren Wegen durch küstennahe Kiefernwälder, die mit vielen Seen gespickt sind. Ein Traum bei besserem Wetter. Es fängt an zu regnen. Die Zeit drängt, aber der letzte Kilometer vor der Straße, die nach Kluki führt, besteht nur aus Sand. Naja schläft bei Heiko auf der Lenkertasche. Die Straße ist erreicht. Von hier aus sind es noch acht Kilometer bis Kluki. In Łokciowe in einem Bushäuschen machen wir eine ausgiebige Mittagsrast. Es ist groß genug, daß auch die Fahrräder darin Platz haben, so kommen wir wenigstens trocken an die Essensvorräte. Nachdem Naja aufgewacht ist und ein bißchen was gegessen hat, fahren wir weiter. Nach 21 Kilometern erreichen wir Kluki um halb zwölf.

Muzeum Wsi Słowińskiej w Klukach

Das Muzeum Wsi Słowińskiej w Klukach (Slowinzisches Freiluftmuseum, eigentlich: Slowinzisches Dorfmuseum in Kluki) wurde 1963 noch gegen den Willen der einheimischen Slowinzen gegründet. Mittlerweile umfaßt es 20 Höfe/Gebäude und wird weiter ausgebaut. Das Museum ist der Touristenmagnet in der Region. Zumindest hat es aufgehört zu regnen.

Eine der vielen schönen Haustüren im Muzeum Wsi Słowińskiej w Klukach (Slowinzisches Freiluftmuseum), Polen.

Eine der vielen schönen Haustüren im Muzeum Wsi Słowińskiej w Klukach (Slowinzisches Freiluftmuseum), Polen.

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Die Slowinzen (auch: Lebakaschuben) waren ein westslawisches Volk, das in dem Gebiet zwischen Słupsk (Stolp) und Łeba siedelte. Sie waren Torfstecher, Bauern und Fischer auf dem nahegelegenen Jezioro Łebsko (Lebasee), dem größten der pommerschen Strandseen. Der Torf um Kluki war bis zu zehn Meter dick. Er wurde als Brennstoff und als Streu in den Ställen benutzt. Lediglich zwei Wochen im Mai wurde der für das Jahr benötigte Torf gestochen, damit er den Sommer über trocken konnte.

Die Slowinzen unterschieden sich von den anderen Volksgruppen der Pommerellen dadurch, daß sie protestantisch waren. Der Name „Slowinzen“ wurde erst 1852 vom russischen Sprachwissenschaftler Александр Фёдорович Гильфердинг (Alexander Fjodorowitsch Hilferding) im Rahmen seiner akademischen Abschlußarbeit eingeführt.

Das Museum vermittelt mit seinen sieben kompletten Bauernhöfen und einigen weiteren Objekten (Öfen, Vorratshütten, Fischerhütten) einen guten Einblick in die Lebensweise der Slowinzen im 18. und 19. Jahrhundert. Es ist auch prima für kleinere Kinder geeignet. Der in Polen so oft anzutreffende Verkauf von Nippes beschränkt sich auf einen kleinen Kiosk neben dem Eingang.

Die Schlammschlacht

Nach drei Stunden im Museum wird es für uns Zeit, weiterzufahren. Die Esterbauerkarte zeigt einen primitiven Übernachtungsplatz in Izbica (Giesebitz). Wie weit es bis dahin ist, wissen wir nicht. Wir haben uns gegen den 40-Kilometer-Umweg auf asphaltierten Straßen entschieden, auch weil dort sicher viel Verkehr ist – kein Spaß in Polen mit kleinen Kindern auf den Rädern. Wir nehmen die Abkürzung. Esterbauer schreibt:

Die offizielle Beschilderung des R 10 weist sie auf einen sumpfigen Wiesenweg  
in Richtung Główczyce weiter, diese ignorieren Sie und fahren auf dem gleichen  
Weg zurück nach Smołdzino.

Na bitte. Ausgeschildert. Man kommt also durch, alles ist besser als auf einer Hauptstraße zu fahren. Heiko meint, bis Izbica könnten es sieben Kilometer sein. Vielleicht zehn. Also los.

Die ersten 400 Meter lassen sich ganz gut befahren. Dann wird geht der Weg in den von Esterbauer beschriebenen Wiesenweg über. Allerdings handelt es sich um einen Wiesenweg mit tiefen Querrinnen, in den das Wasser steht. Sie ziehen sich vom Graben links bis zum Graben rechts. Jannis hüft darüber, was leider nicht immer klappt. Naja hat die beste Position, denn sie sitzt auf dem Sattel vorn und behält trockene Füße. Und so schieben wir, Claudia bockend und Heiko an der Route und an seiner Entscheidung zweifelnd anderthalb Kilometer diesen „Weg“ entlang.

Zwischen Rowy (Rowe) und Łeba (Leba) geht der Ostseeküstenradweg östlich von Kluki (Klucken) in diesen feuchten Wiesenweg über. Hier ist nichts gestellt, es gibt kein Entkommen, hier holt man sich kostenlos eine schwarze Schlammpackung an die Füße.

Zwischen Rowy (Rowe) und Łeba (Leba) geht der Ostseeküstenradweg östlich von Kluki (Klucken) in diesen feuchten Wiesenweg über. Hier ist nichts gestellt, es gibt kein Entkommen, hier holt man sich kostenlos eine schwarze Schlammpackung an die Füße.

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Uns kommen zwei Jugendliche auf Mountainbikes entgegen. Sie sehen nicht so aus, als hätten sie sich verfahren und wären da hinten irgendwo umgekehrt. Also endet der Weg nicht im Sumpf. Wir erreichen eine kleine Brücke, die uns über den Pustynka (Pustinke-Bach) führt, er entwässert dieses ganze Gebiet in den Jezioro Łebsko. Der Weg führt hinter der Brücke weiter und ist gepflastert mit Betonplatten, heiligen Lochbetonplatten, die Fahrt kann weitergehen!

Die Freude währt nur kurz, nur 100 Meter können wir radeln. Ein Weg zweigt ab. Nach links, unsere Richtung, der Ostseeküstenradweg, führt der Weg auf einem kleinen Deich weiter, kaum benutzt, nur eine Hand breit, von Schilf überwuchert. Das GPS gibt bis Izbiza weiterhin sieben Kilometer aus, in einer Dreiviertelstunde sind wir diesem Ort nicht nähergekommen. Immerhin ist der Weg in der OpenStreetMap-Karte überhaupt drin. Geradeaus führen die Betonplatten weiter, wahrscheinlich nach Główczyce (Glowitz). Umweg ab hier bis Izbica schätzt Heiko auf 20 Kilometer. Unmöglich, daß der ganze Weg bis Izbica so schlammig ist wie der bisherige. Claudia wird überredet, weiterhin der Abkürzung zu folgen.

Der schwarze Schlamm bleibt, nur der Weg wird schmaler. Allein das GPS-Gerät gibt uns im mannshohen Schilf die Gewißheit, auf dem richtigen Weg zu sein. Ostseeküstenradweg zwischen Rowy (Rowe) und Łeba (Leba) im Słowiński Park Narodowy (Slowinzischer Nationalpark), Polen.

Der schwarze Schlamm bleibt, nur der Weg wird schmaler. Allein das GPS-Gerät gibt uns im mannshohen Schilf die Gewißheit, auf dem richtigen Weg zu sein. Ostseeküstenradweg zwischen Rowy (Rowe) und Łeba (Leba) im Słowiński Park Narodowy (Slowinzischer Nationalpark), Polen.

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Den folgenden Kilometer schieben wir uns durch das dichte Schilf. Rechterhand unseres Weges befindet sich eine Böschung, einen Meter tief, unten ein Graben. Links wahrscheinlich Sumpf, so ganz genau kann man das nicht sagen. Allein das GPS-Gerät vermittelt die Gewißheit, daß wir hier richtig sind. Dann hört der Weg auf. Wir müssen eigentlich nach links abbiegen. Wir finden einen Holzweg, für den man zwei große Baumstämme nebeneinandergelegt und dann etwa einen Meter lange Bohlen quer darübergenagelt hat. Die Nägel stehen zentimeterweit nach oben heraus, einige Bohlen fehlen. Dieser Holzweg führt uns über den Schilfsumpf in den bewaldeten Sumpf.

Hinter dem Holzweg ist der Weg zwar breiter, aber nicht besser. Laß uns weitergehen, da hinten kommt eine Kurve, vielleicht wird es dann besser. Es wurde nicht besser, und so schieben wir einen weiteren Kilometer durch den Schlamm. Links ein Graben, rechts ein Graben, dazwischen so eine Art Deich, vier Meter breit, mit unserem Weg darauf. Im Wald links und rechts ist der Boden mit Sumpfgras bewachsen. Es ist schon fast vier Uhr. Haben wir genug Wasser, falls wir hier zelten müssen? Wo soll man denn hier ein Zelt aufstellen? Die Stille lädt uns zum Verweilen ein, doch die Mücken treiben uns weiter.

Schlammstrecke, soweit das Auge reicht. Ostseeküstenradweg zwischen Rowy (Rowe) und Łeba (Leba) im Słowiński Park Narodowy (Slowinzischer Nationalpark), Polen.

Schlammstrecke, soweit das Auge reicht. Ostseeküstenradweg zwischen Rowy (Rowe) und Łeba (Leba) im Słowiński Park Narodowy (Slowinzischer Nationalpark), Polen.

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Am Ende des Waldes zweigt ein weiterer Weg ab. Man kann Traktorspuren erkennen. Es folgt noch ein kleiner Teich auf dem Weg mit Holzbohlen daneben. Wir verlassen den Wald und finden Betonplatten. Nach fünf Kilometern und knapp zwei Stunden Plackerei haben wir wieder festen Boden unter den Füßen – und:
Wir werden uns niemals wieder über Betonplatten auf dem Weg aufregen!

Die nächsten vier Kilometer bis Izbica sind vergleichsweise unspektakulär. Die Gräben links und rechts sind geblieben, an die Stelle des Waldes sind saftige Wiesen getreten, auf denen Kühe waten.

Ihr werdet auf unserer Homepage _niemals wieder_ etwas negatives über Betonplatten finden, auch nicht über solche Exemplare wie diese hier mit großen rechteckigen Löchern in der Oberfläche. Betonplatten sind prima, Betonplatten sind toll, man kann darauf herrlich radeln. Wenn das bikeline-Team die Routen in den Radwegen statt mit dem Auto mit dem Rad fahren würde, müßten sie eigentlich zum gleichen Schluß kommen.

Ihr werdet auf unserer Homepage niemals wieder etwas negatives über Betonplatten finden, auch nicht über solche Exemplare wie diese hier mit großen rechteckigen Löchern in der Oberfläche. Betonplatten sind prima, Betonplatten sind toll, man kann darauf herrlich radeln. Wenn das bikeline-Team die Routen in den Radwegen statt mit dem Auto mit dem Rad fahren würde, müßten sie eigentlich zum gleichen Schluß kommen.

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Nach der Hälfte der Strecke hat sich jemand in Lisia Góra einen kleinen Palast gebaut. Mit geklinkterten Zaunpfählen und geschmiedeten Zaunfeldern. Teure Wagen stehen in der Einfahrt. Auf der anderen Seite des Weges akurat gemähter Rasen, genau so umzäunt, eine schicke Laube mit Seeblick, ein kleiner Hafen. Unser Weg verläßt Meeresniveau und steigt acht Meter höher. Die Betonplatten enden, nun ist der Weg wieder sandig. Um halb fünf erreichen wir nach 30 Kilometern Izbica. Heiko fragt drei betrunkene Dorfbewohner nach dem Übernachtungsplatz, wir werden gleich eingeladen, um bei ihnen (am Hafen?) zu nächtigen. Zufällig kommt eine Frau vorbei, die Claudia mit den Augen deutet, auf keinen Fall mit den Männern zu gehen. Wir fahren weiter. Im Ort weiß niemand etwas von einer Zeltmöglichkeit, womöglich kann man in Gać (Speck) zelten, sicher sei das aber nicht. Mit der Aussicht auf wildzelten bei Nieselregen fahren wir genervt weiter. Am letzten Haus steht ein großes Hinweisschild mit Zeltsymbol an der Straße – ja, Dusche, wir kommen.

Nach einer weniger ruhigen Nacht – wir hatten Besuch von einen Wolf oder einem wilden Hund, der sich mit dem Hofhund unseres Wirtes direkt neben dem Zelt angelegt hat – machen wir uns auf, das letzte Stück nach Łeba zu fahren. Es geht auf sandigen Pisten durch endlose Buchenwälder. Hin- und wieder treffen wir ein paar Radfahrer, die von Łeba aus einen Tagesausflug in die Wälder unternehmen. In Żarnowska (Lebafelde) machen wir ein erstes Frühstück an den überdachten Bänken vor einem Sklep. Claudia kauft ein paar Leckerchen, die wir sofort vertilgen. Was man gleich aufißt, muß man (Heiko) nicht rumschleppen.
Keine Hundert Meter nach unserer Pausenstelle finden wir einen prima Spielplatz. Tja, nochmal wollen wir nicht anhalten. Wir wollen noch zu den Wanderdünen bei Łeba.

Die Hinweisschilder im Słowiński Park Narodowy (Slowinzischer Nationalpark) sind alle so hübsch.

Die Hinweisschilder im Słowiński Park Narodowy (Slowinzischer Nationalpark) sind alle so hübsch.

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Der restliche Weg verläuft sandig durch den Wald. Nach drei weiteren Kilometern auf einer vielbefahrenen Straße erreichen wir Łeba noch vor dem Mittag. Hier steppt der Bär. Es gibt weniger Kirmes als in den anderen Orten, dafür mehr „echte“ Geschäfte wie Bäcker, Handy- oder Klamottenläden in festen Häusern Es gibt einen großen Hafen. Von hier kann man mit diesen riesigen Power-Schlauchbooten fahren, die in jedem ihrer drei bis vier Außenbordmotoren 300 Pferde versteckt haben. Versprochen, Jannis, nächstes Mal fahren wir auch mit so einem lustigen Boot. (Hoffentlich kann er sich daran nicht erinnern!)
Wir lassen es gemächlicher angehen und machen einen Spaziergang am Kai.

Die Wanderdünen bei Łeba

Ein Campingplatz ist schnell gefunden. Zelt aufbauen, ein bißchen Brot und Obst essen, und dann geht es ohne Gepäck zu den Wanderdünen. Am Ortsausgang beginnt der Słowiński Park Narodowy, wir müssen Eintritt zahlen und Heiko kommt auf die Idee, den Beleg von gestern erneut vorzuzeigen. Anstandslos wird er akzeptiert, wir dürfen weiterfahren.

Autos sind hier nicht erlaubt, stattdessen verdient man sich hier als Shuttle-Unternehmer eine goldene Nase, wenn man einen kleinen Elektrobus mit Anhänger besitzt. Pro Person sind hier 20 Sloty zu entrichten, aber nur für die halbe Strecke, so daß man insgesamt vier Mal bezahlen muß, wenn man gefahren werden möchte. Bis zu den Dünen sind es immerhin 7,5 km, viele Touristen versuchen es erst einmal zu Fuß, offensichtlich haben die allermeisten keine Fahrräder zur Verfügung und sind das Laufen größerer Entfernungen nicht gewohnt. Ein sicheres Geschäft für die Fuhrunternehmer, die alle mit vollbesetzten Bussen dahinfahren.

Alles, was sich den Wanderdünen in den Weg stellt, wird unter ihnen begraben. Es hält sich das Gerücht, daß die Menschen selbst für die Dünen verantwortlich sind, nämlich durch Rodung - je nachdem wo man fragt, entweder durch einen Feuerunfall oder gewollt durch Abholzung.

Alles, was sich den Wanderdünen in den Weg stellt, wird unter ihnen begraben. Es hält sich das Gerücht, daß die Menschen selbst für die Dünen verantwortlich sind, nämlich durch Rodung – je nachdem wo man fragt, entweder durch einen Feuerunfall oder gewollt durch Abholzung.

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Die Wanderdünen haben teilweise eine Höhe von 40 Metern. Kaum zu glauben, daß sie sich einige Meter im Jahr mit dem Wind fortbewegen und alles unter sich begraben. Wir haben ja bereits zwei Wanderdünen in Dänemark besucht und haben gelernt, daß der Mensch dem Sand keinen Einhalt gebieten kann.

Karten und Literatur

Sprachen:

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