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Podlachien – Nordostpolen

2012 war ein schicksalhaftes Jahr für uns. Formulieren wir es mal so, wir haben uns zusammengerauft und sechs Wochen lang den äußersten Nordosten Polens erkundet. Was wir an der EU-Außengrenze gefunden haben: vor allem Ruhe und Einsamkeit, saubere Luft und glasklare Flüsse, riesige Nationalparke, Wölfe und Bisons. Das hier ist der Bericht über unsere bisher schönste Radreise mit Kindern.

Karte

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Eckdaten

Tage: 40
Kilometer: 1.250
Höhenmeter: 3.600

Warczawa (Warschau) – Nieporęt – Wyszków (Hohenburg) – Drohizyn – Mielnik – Białowieża – Narew – Łapy – Wiegry – Gołdap (Goldap) – Stare Juchy (Alt Jucha) – Łomża (Lomscha) – Serock – Warczawa

Vorbereitung

Diese Tour haben wir völlig ungeplant unternommen. Nachdem wir im letzten Jahr Masuren bereist haben und uns die Menge an Touristen dort gar nicht gefallen hat, und wir auf der Rückreise im Zug Radler aus Bialystok getroffen haben, die von der ursprünglichen Natur Nordostpolens erzählten, war eigentlich nur die Region klar. Der Eurocity nach Warschau fährt sechsmal täglich und nimmt Fahrräder mit. Eine Reservierung ist schnell gemacht. Heiko hat von Benno eine Marco Polo Straßenkarte erhalten und sich die Kartenkacheln auf das GPS-Gerät geladen.

Ungelogen, erst im Zug haben wir Bennos riesige Karte das erste Mal ausgebreitet. „Ach schau mal, da nördlich von Warschau mäandert dieser Fluß, da ist es bestimmt schön." Dieser Fluß ist der Bug, kommt aus den Karpaten und bildet den südlichen Teil der polnischen Ostgrenze. Ihm wollen wir flußaufwärts Richtung Osten folgen und uns dann aber nach Norden wenden, an der Genze „entlanghangeln“ bis in den hohen Norden Polens zur russischen Enklave. Wir wollen durch die Rominter Heide und dann „irgendwie“ wieder südwärts fahren und in sechs Wochen zu Jannis' sechstem Geburtstag wieder in Warschau sein. Könnte ungefähr hinkommen. Mit der Bahn abkürzen kann man ja immer noch.

Soweit die Planung, Zeitaufwand etwa eine halbe Stunde.

Reisebericht

Der Übersichtlichkeit wegen (und natürlich auch wegen der Suchmaschinen, hehe) haben wir diesen Bericht dreigeteilt, damit wir die Weißstorchroute, die wir durch Zufall gefunden haben, auf eine extra Seite bringen können.

Teil 1: Von Warschau den Bug hinauf zur Ostgrenze

Was für ein Glücksgriff, der gesamte Flußlauf des Bug steht unter Naturschutz. Nicht ein Meter Flußlauf wurde begradigt. Das bedeutet, Steilufer auf der einen Uferseite, auf der anderen kilometerbreite Flußniederungen und dazwischen kleine und große Inseln. Die größte Stadt im Einzugsgebiet des Bug ist Брэст (Brest) in Weißrußland – für einen Fluß dieser Größe ist das Wasser verhältnismäßig sauber.

(Bericht folgt)

Teil 2: Weißstorchroute – von Białowieża bis in den hohen Norden Polens

Einsiedelei in Odrynki

Wir starten auf dem durch Zufall entdeckten Podlaski Szlak Bociani (Weißstorchroute) in Białowieża direkt am gleichnamigen Nationalpark. Entlang der über 600 km langen Route folgen noch drei weitere Nationalparks. Natur und Stille pur. Und im Norden erwarten uns die höchsten Eisenbahnbrücken Polens.

Teil 3: Von Goldap zurück nach Warschau

Irgendwie müssen wir ja zurück nach Warschau. Wir umfahren die Städte durch kleine Dörfer, wir wollen zurück zum Narew und seinem Flußlauf bis nach Warschau folgen.

(Bericht folgt)

Fazit

Wir haben gefunden, was wir gesucht haben. Wir reisen durch halbverlassene kleine Dörfer, in denen jedoch niemals der Skłeb und die orthodoxe wunderschöne Kirche fehlt. Wir trinken das Wasser direkt aus den glasklaren Flüssen. Wer die lange Anreise in Kauf nimmt, kann sich hier im östlichen Polen prima erden.

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