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Erlebniswandern im Kaukasus

Der Kaukasus ist mit Sicherheit eine der landschaftlich schönsten Gegenden Europas und öffnet gleichzeitig als Grenzgebiet zu Asien die Tür zu fremden Kulturen. Zum Wandern und zum Erleben einer einmaligen Natur begeben wir uns in den westlichen, russischen Teil des Kaukasus. Im Gegensatz zu den vereisten Gipfeln, die weiter östlich mit dem Elbrus (5642) ihre höchste Erhebung erreichen und die Bergkette in eine unüberwindbare Barriere verwandeln, bietet der Westkaukasus eine Vielzahl an Wandererlebnissen für jedermann, darunter auch eine Überquerung des Gebirges hin zum Schwarzen Meer, mit Ankunft in Sochi. Die Tour beinhaltet somit beides: Bergwandern und anschließende Erholung an der russischen Schwarzmeerküste, immer wieder begleitet von der Möglichkeit, Land und Leute näher kennenzulernen.

Übersichtskarte

Tourverlauf

Die Tour beginnt in Krasnodar. Von dort geht es mit dem Taxi ins ca. 300 km weiter östlich gelegene Psebai, einem russischen Dorf direkt am nördlichen Fuße des Kaukasus. Hier befinden sich die Berge bereits in greifbarer Nähe und laden zu ersten kleinen Wanderausflügen in die nähere Umgebung ein, z.B. zu einem versteckten Wasserfall mit vorzüglichen Badestellen. Außerdem bietet uns Psebai die Möglichkeit, durch geplante Besuche in der Bevölkerung, durch das Einkaufen auf dem Markt und durch einen Besuch der russischen Banja (Sauna) das einheimische Dorfleben näher kennenzulernen. Unterkunft in Psebai finden wir in der örtlichen Turbasa (Touristenlager), wo wir in Ruhe die letzten Vorbereitungen für unsere Kaukasusüberquerung treffen können.

Nach dieser zweitägigen Einführung nehmen wir langsam Abschied von der Zivilisation und begeben uns für ein bis zwei weitere Übernachtungen auf einen kleinen Zeltplatz, der sich bereits in den Bergen und direkt an einem kalten Bergfluß befindet. Der Zeltplatz organisiert auf Anfrage Flußrafting und lockt seine Besucher zudem mit einem ganz besonderen Banjaerlebnis. Von nun an rückt eine bezaubernde Natur zunehmend in den Vordergrund. Geplant sind erste kurze und längere Aufstiege zu Besonderheiten in der näheren Umgebung, darunter ein Aussichtspunkt mit einem einmaligen Blick über das tief unter uns liegende bewaldete Flußtal und eine vor uns sich erstreckende weite Hochebene des beginnenden Kaukasus. Außerdem besteht hier oben die Möglichkeit, sich bei Hirten für einen halben Tag Pferde auszuleihen und die Aussicht bei einem Spazierritt vom Sattel aus zu genießen. Am Abend wird jetzt selbstverständlich am gemütlichen Lagerfeuer gekocht. Wer möchte, kann nach der Banja im kalten Fluss baden oder auch vor dem Schlafengehen auf das russische Lieblingsgetränk zurückgreifen.

Nachdem wir uns im Wandern ein wenig geübt und ebenso an die neue Umgebung angepaßt haben, brechen wir nun auf zu unserem eigentlichen Unternehmen: der Überquerung des Kaukasus. Unser Ziel sind Sochi und das Schwarze Meer. Die Überquerung ist mit 6 Zeltübernachtungen bequem zu schaffen. Dabei werden wir eine Höhe von 2500m nicht überschreiten. Die tägliche Wanderstrecke beträgt max. 15km und führt uns flußaufwärts sowie flußabwärts durch wechselnde Landschaften, vor allem einsame Hochwiesen und dichte Wälder, mit einer außergewöhnlich schönen Pflanzen- und Tierwelt. Die teilweise körperlich herausfordernden Tagesabschnitte werden somit durch einmalige Naturerlebnisse und entspannende Abendstunden am Feuer belohnt. Mit etwas Glück besteht ein- bis zweimal die Möglichkeit einer Hüttenübernachtung. Die täglichen Wanderabschnitte werden stets so organisiert, daß auf Einzelne immer Rücksicht genommen wird. Im Vordergrund steht das gemeinschaftliche Erlebnis einer einmaligen Natur.

Nach geschaffter Überquerung nehmen wir allmählich wieder Vorlieb mit der Zivilisation. Die Wanderung endet in Solochaul, einem kleinen Ort, noch in den Bergen, aber bereits auf Meeresseite. Hier kehren wir auf einer winzigen traditionellen Teefarm ein, wo wir uns mit leckeren Eierkuchen, hausgemachtem Honig und selbstverständlich mit selbst angebautem Tee verwöhnen lassen. Von Solochaul geht es dann die letzten 30km mit dem Bus weiter abwärts in Richtung Küste und schließlich können wir uns in Sochi wieder ganz den Genüssen einer Großstadt hingeben. Je nachdem wieviel Zeit bis zur Abreise nach Deutschland noch übrig bleibt, gibt es in Sochi und Umgebung verschiedene Ausflugsziele, wie das Wochenendhaus Stalins, verschiedene botanische Gärten, etliche Sanatorien oder das Prometheus-Denkmal. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann sogar einen Ausflug ins benachbarte Abchasien unternehmen oder sogar eine Elbrusbesteigung planen. Am letzten Tag vor dem Abflug geht es dann mit der russischen Eisenbahn wieder zurück nach Krasnodar und zum Flughafen.

Hinweise

Die angegebenen Kosten sind für den Reiseabschnitt bis zu unserer Ankunft in Sochi veranschlagt. Sie enthalten

  • Transfer von Krasnodar nach Psebai, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung
  • alle Übernachtungen
  • je ein Banjabesuch in Psebai und auf dem Zeltplatz
  • die notwendig zu entrichtende Nationalparkgebühr
  • die Bezahlung eines ortskundigen Führers
  • eine grundlegende Marschverpflegung während der gesamten Wanderstrecke, einschließlich eines Begrüßungsmahls in Psebai und der Einkehr im Teemuseum

Über Norman Prell

1978 in Wernigerode, am Fuße des Harzes, geboren, hat es Norman Prell nach Beendigung der Schule in die weite Welt gezogen: Zivildienst in Novosibirsk, Studium in England, in Ekuador und im russischen Nordkaukasus. Vor allem im sibirischen Russland und im westlichen Nordkaukasus hat Norman ausgedehnte Reisen unternommen. Mehrmals war er am Baikalsee, im Altaigebiet und in Tuwa zu Fuß und per Anhalter unterwegs. Zu den schönsten Reisen gehört eine Fahrradtour von Magadan nach Jakutsk. Die Idee einer organisierten Wanderung im Kaukasus entstand im Anschluss eines einjährigen Studienaufenthaltes in Krasnodar im Jahre 2006/7. Seit dem zieht es Norman immer wieder in diese landschaftlich schöne Bergregion, die er inzwischen wie eine zweite Heimat in sein Herz geschlossen hat. Zur Zeit lebt Norman mit Frau und zwei kleinen Söhnen in Halle an der Saale. Hier hat er 2008 sein Ethnologiestudium erfolgreich abgeschlossen und widmet sich seitdem der Reiseorganisation.
Kontakt:
E-Mail: norman.prell@kripu.com
Telefon: 0345 / 13 16 803

Benötigte Ausrüstung

  • wetterfeste Bekleidung
  • feste Wanderschuhe
  • Campingzubehör (Zelt, Isomatte, Schlafsack)

Organisation Hinreise: Bei organisatorischen Angelegenheiten bezüglich der Hinreise und der Beschaffung eines Visums ist Norman Prell gern behilflich.

Reiseleiter: Norman Prell

Anmeldung erforderlich, aber zur Zeit nicht möglich, da es keine aktuellen Termine gibt.
Reisepreis: 670,- Euro

Zur Zeit keine aktuellen Termine verfügbar. Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Fotostrecke

45 Bilder

  • Agiga
  • Tschertovui Vorota – Teufelstor
  • Hängebrücke über den Fluß Kisha
  • Russisches Schwarzmeer
  • Russische Bahn
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