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Routenplanung einer Radreise mit Kindern

Der Erfolg einer Radreise mit Kindern hängt hauptsächlich von einer vernünftigen Routenplanung ab: „Der Weg ist das Ziel“ ist ein gutes Motto dafür.

Das Radfahren sollte bei einer Radreise mit Kindern nicht allzu sehr im Vordergund stehen, es ist lediglich Fortbewegungsmittel. Mit Kindern auf dem Fahrrad kann man keine „Kilometer fressen“. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn man Bauernhof, Teich, Museum, Freibad oder Ähnliches links liegen lassen muß, weil man sich zu viel vorgenommen hat. Eine Etappe „abzubrechen“, weil man das Ziel nicht mehr erreichen kann, ist frustrierend. Verlängern hingegen kann man immer noch, wenn der Tag gut läuft.

Schon bei der Routenplanung muß deshalb berücksichtigt werden, daß man mit Kindern unterwegs sein wird. Wem es als Erwachsenem vielleicht noch nicht so wichtig gewesen ist, daß man sich vor allem auf autofreiem Terrain fortbewegt, dem wird es spätestens mit Kindern zum Anliegen. Der Streß minimiert sich ohne Autoverkehr ungemein und man kann Natur und Ruhe genießen.

Solange die Kinder noch von den Eltern transportiert werden, ist es natürlich problemlos möglich, auch kürzere Strecken auf Hauptverkehrsstraßen zurückzulegen – unsere Empfehlung: höchstens eine halbe Stunde, das entspricht irgendwas zwischen fünf und zehn Kilometern.
Manchmal ist der schönste Weg einfach schlammig oder mit Kinderanhänger schlecht befahrbar. Vier Wochen nach dem Ende der Radreise sind es genau diese Strecken, die sich rückblickend auf Anhieb in unser Gedächtnis schieben.
Sobald die Kleinen jedoch selbst fahren, sollten Hauptverkehrsstraßen aufgrund des erhöhten Unfallrisikos gemieden werden.

Ebenfalls sollte man bei der Routenplanung auf die Länge der zu bewältigenden Strecke achten. Gemütlich und auch mit kleinen Kindern können 30-40 km am Tag gefahren werden. Bei guter Wegbeschaffenheit und Laune sind auch 50 km gut zu schaffen, bei Rückenwind sogar noch mehr. Erfahrungsgemäß schaffen auch selbstfahrende Kinder solche Distanzen, wenn sie nicht zuviel Gepäck selbst mitschleppen müssen.

Seid noch darauf hingewiesen, daß man die Tage planen kann wie man will. Erstens kommt es sowieso anders und zweitens als man denkt. Denn das Wetter hat den größten Einfluß auf die Tagesetappen, und damit läßt sich nicht alles von zu Hause vorneweg planen. Bei starkem Gegenwind kommt man nur sehr mühsam voran, bei großer Hitze mit viel Sonnenschein kann man tagsüber nicht radfahren, und bei Dauerregen ist sowieso alles anders.

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